|
Da er ihr einziger Sohn war, versuchten sie ihm ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen und mit allen Mitteln zu finanzieren. So ergab es sich, dass er
jegliche Freiheit besaß, welche man sich denken konnte. Wollte er Motorrad fahren lernen, kauften ihm seine Eltern eine Maschine und engagierten einen Fahrlehrer. Stand ihm der Sinn nach der Jagd, bekam er eine
Jagdflinte und einen einheimischen Führer der mit ihm auf Safari ging.
Im Alter von 13 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Hexerei. Geweckt wurde diese durch den engen Kontakt zu Marianne, dem afrikanischen
Kindermädchen, welche während seines Heranwachsens ihn betreut hat und nun als Köchin weiter für die Familie arbeitet.
Abends besuchte Roy Marianne oft in ihrer Unterkunft, wo er sich Geschichten über die alten Voodoopriester erzählen lies. Völlig fasziniert davon schlich
er sich eines Abends wieder in die Unterkünfte und musste erkennen, dass Marianne selbst eine Voodoopriesterin war. Denn in dieser Nacht beobachtete er sie, wie sie gerade eines ihrer Rituale abhielt.
Mit 15 entschloss sich Roy zur Universität nach Kapstadt zu gehen um dort Geschichte und Metaphysik zu studieren. Mehr und mehr fesselten ihn die okkulten
Theorien. Dort lernte er auch seinen späteren Erzeuger kennen.
Mit 20 brach er sein Studium ab, da er dieses ganze Gefasel ohne wirkliche Praxis nicht mehr ertragen konnte und reiste durch die Steppe von Südafrika, auf
der Suche nach jemandem der ihn in Voodoo unterrichten würde. Auf dieser Reise bemerkte er sein außergewöhnliches Talent für Schusswaffen. Nicht dass er jemals nicht gut getroffen hatte, aber erst jetzt wurde es
ihm wirklich bewusst. Er sah einfach besser als andere Menschen. Frustriert da er keinen Lehrer fand der ihn in Voodoo unterrichten konnte, lenkte er sich mit Scharfschützentraining ab und kehrte nach einem Jahr
der Reise zum Weingut seiner Eltern zurück.
Kurze Zeit später begegnete ihm erneut jener Dozent den er aus Kapstadt kannte und dieser schenkte ihm den Kuss und schickte ihn nach Wien zur Ausbildung.
30 Jahre später tritt er hinaus in die Welt und muss erkennen, dass seine Heimat nicht mehr existiert.
|